Restaurant des Freitags

Essen und Trinken muß der Mensch. Aber es ist ihm (noch) nicht verboten, dabei Genuß zu empfinden. Und diesen mitzuteilen...
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owagner
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Restaurant des Freitags

Beitrag von owagner »

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joswig
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von joswig »

Kurz las ich Hungerpoet, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich noch kein Essen heute hatte und schon eine kleine 75km-Runde Rad hinter mir habe.
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owagner
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von owagner »

Hungerpoet, wäre das nicht ein schöner Name für Herrn mordsfilm?
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mordsfilm
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von mordsfilm »

Demnächst wieder.
Das heißt, angeblich muss man dabei nicht hungern...
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joswig
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von joswig »

Und das mit dem Poet ist ja eh nicht so treffend.
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Black RS
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von Black RS »

RdF:

:? http://www.gasthof-post-schoental.de , weil http://www.goetzenburg.de schon ausgebucht war und weil meiner Frau http://www.friedrichsruhe.de für die Angestellten zu teuer war.
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owagner
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von owagner »

Black RS hat geschrieben:http://www.friedrichsruhe.de für die Angestellten zu teuer war.
Wie? Der Laden hat lächerliche 15 Punkte.
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fisherman
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von fisherman »

Stimmt.
Is ne bessere Pommesbude.

Meine Älteste geht da immer mit dem Gaul hin.

http://www.hardtmeute.de/Einladung/2009 ... e2009.html

Ich musste die letzten Jahre dort immer einen Tag totschlagen, jetzt leiht sie Papas Pfefferstreuer
und fährt selber.
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joswig
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von joswig »

Ich finde es gut, dass die Tochter ganz in der Tradition der Familie auch einen "Sport" ergriffen hat, bei dem es darum geht, möglichst viele Tiere zu töten.

Schiesst sie selber, oder treibt sie die Opfer nur zusammen?
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fisherman
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Re: Restaurant des Freitags

Beitrag von fisherman »

Von was haben Sie eigentlich überhaupt den Schimmer einer Ahnung ?
Seit 1934 sind in Deutschland Reitjagden auf lebendes Wild verboten.
Die Schleppjagd
Ein wesentlicher Punkt für Schleppjagden in Deutschland ist die Tatsache, dass diese in der Regel unblutig ablaufen. Bei einer Schleppjagd wird nicht auf lebendes Wild gejagt, sondern zu Pferde eine Hundemeute verfolgt, die auf einer künstlichen Fährte geht. Die Arbeit der Hunde, wie sie die Fährte aufnehmen, verfolgen, verlieren und wiederfinden steht im Mittelpunkt des Geschehens. Schleppjagden sind der einzige Sport an dem die Geschlechter gleichberechtigt teilnehmen und es am Ende keinen Sieger braucht.

Wie kein anderes Tier sind Hunde und Pferde dem Menschen seit tausenden von Jahren in Mythologie und Historie sehr eng verbunden und so hat die Reitjagd hinter Hunden eine sehr lange Tradition. Die frühesten Aufzeichnungen stammen aus der Zeit um 400 vor Christus und sind der Reitlehre von Xenophon zu entnehmen. In einigen Gebieten der Welt reitet man auch heute noch mit Meuten auf lebendes Wild, in England, Irland und Nordamerika auf den Fuchs und in Frankreich auf den Hirsch. Solche Hetzjagden sind moralisch umstritten und nicht planbar weil in vielen Punkten unbekannte Größen eine Rolle spielen.
Moralische Bedenken:
Seit 1934 sind in Deutschland Reitjagden auf lebendes Wild verboten.
Vor einigen Jahrhunderten, in der Zeit bevor Reitjagden hinter lebendem Wild populär waren, wurde das Wild häufig im Rahmen von Treibjagden in Gehege getrieben und dort in die Enge getrieben und regelrecht abgeschlachtet. Diese Gemetzel erregten damals viele Gemüter. Mit der Zeit wurden deshalb Hetzjagden populärer, weil man dem Wild eine Chance zu entkommen einräumen wollte und sich mit dem Wild "sportlich" messen wollte.
Heute ist die weit überwiegende Mehrzahl der Reiter und Pferdebesitzer nicht in erster Linie Jäger sondern Tierliebhaber, so dass eine Jagd auf lebendes Wild für die Meisten nicht in Frage kommt.

Unbekannte Größen:

Zunächst musste man das Wild erst aufstöbern, was manchmal mehrere Stunden dauerte. Wenn man dann ein geeignetes "Opfer" aufgeschreckt hatte, floh das Wild in eine beliebige Richtung und niemand wusste wohin, wie schnell oder wie lange die Reise noch gehen würde. Wenn man "Pech" hatte und nicht Acht gab, verpasste man den Anschluss und Wild, Hunde, sowie Jagdgesellschaft waren auf und davon. Eine Unterbrechung der Veranstaltung zur Versorgung von Pferd, Hunden oder Reitern war während der Hatz nicht möglich, wenn man bis zum Schluss dabei sein wollte.

Die Alternative:

Eine gut organisierte Schleppjagd ist die Alternative um die Tradition der Reitjagden hinter Hunden fortzusetzen. Hierbei simuliert ein Reiter (der Schleppenleger) das zu verfolgende Wild und reitet eine zuvor festgelegte und teils mit Hindernissen präparierte Strecke. Dabei werden Galoppstrecken, die Schleppen bzw. Runs und Schrittstrecken den Bodenverhältnissen angepaßt wobei während der Schrittstrecken keine Schleppe gelegt wird, die Hunde gehen bei Fuß bis zur nächsten Schleppe. Der Hundeführer (Master of Hounds) hält mit seinen Helfern, der Equipage, die Hunde bis zur nächsten Schleppe zusammen. Wenn eine Schleppe gelegt ist, gibt er den Hunden das Signal loszustürmen und kurz darauf den Reitern das Signal, daß sie folgen können. Auf gar keinen Fall darf man den Hunden zu Nahe kommen und sie gefährden.

Der Begriff Schleppjagd rührt übrigens daher, dass früher die Schleppenleger eine Kugel oder einen Schwamm, welche mit Duftstoffen präpariert waren, manchmal auch ein Hirschkeule, an einem Seil hinter sich herzogen. Heute wird häufig ein flüssiger Duftstoff (je nach Meute Fuchslosung, Heringslake oder Anis) in einem Kanister am Sattel oder an der Satteldecke mitgeführt, aus dem vom Schleppenleger der Duftstoff auf die Strecke getropft wird. Einige wenige Meuten, darunter die Hardt-Meute des Badischen Schleppjagdvereins, bei dem ich Mitglied bin, begnügen sich auch mit der Naturfährte, d.h. dem Geruch der Pferdehufe des Schleppenlegers.

Es obliegt dem Schleppenleger und den Organisatoren der Schleppjagd, die Flucht-Taktik des gejagten Wildes möglichst naturnahe zu simulieren. Durch eine geschickte Planung der nun bestimmbaren Streckenführung, kann man auch in dichter besiedelten Gebieten einen sportlichen aufregenden Ritt hinter den Hunden durchführen.

Bei einer größeren Anzahl von Teilnehmern, kann man die Jagdgesellschaft in mehrere Felder aufteilen, die von einem Feldführer am Anfang und Pikören im Feld und am Schluß geführt werden. Dabei kann man auch ein Feld für Reiter, die nicht springen möchten, einrichten. Auf einer Hetzjagd müsste man ja auf direktem Weg dem Wild folgen und zwangsläufig Gräben, Mauern und umgestürzte Bäume springend überwinden um nicht, wenn man ein Hindernis umreitet, abgehängt zu werden. (Andererseits würde man auf einer Hetzjagd nie über ein Hindernis springen, dass leicht umreitbar ist, um sein Pferd zu schonen weil man ja nie weiss wie lange die Hatz noch geht). Hindernisse sollten deshalb auf Schleppjagden nach Möglichkeit so aufgebaut werden, daß sie auch umritten werden können. Ist dies nicht zu verwirklichen, so wird das nichtspringende Feld auf einem anderen Weg ohne Hindernisse geführt.

Die Naturhindernisse selbst sollten aus Sicherheitsgründen breit und massiv gebaut sein und vor allem nicht zu hoch sein. In der freien Natur gibt es immer Unebenheiten im Boden und vor den Sprüngen ist somit kein Galoppsprung wie der andere. Dadurch wird aber ein passendes Anreiten der Sprünge wie im Parcours von Springturnieren unmöglich. Die Jagdpferde müssen lernen selber auf den Weg zu achten und sollten aus jeder Lebenslage die Sprünge überwinden können. Der Reiter gibt dem Pferd lediglich etwas Anlehnung. Die Anzahl, Art und Höhe der Naturhindernisse muß vor der Jagd bekannt gegeben werden.

Bei Unfällen oder nach Verpflegungspausen, zur Schonung der Hunde und Pferde, kann man die Jagd nach kurzer Unterbrechung ohne wesentliche Beeinträchtigung, aber mit deutlichem Gewinn an Sicherheit und Komfort fortführen, nur dürfen die Unterbrechungen nicht ausarten und zu lange dauern. Die Hunde brauchen ausreichend Wasser, um die Nasen feucht zu halten, die Pferde müssen unbedingt windgeschützt stehen.

Bei dieser Art der Reitjagd ist es deutlich mehr Teilnehmern als auf Hetzjagden vergönnt bis zum Schluss mit dabei zu sein, wenn die Hunde zur Belohnung und als Ersatz für die Innereien des aufgebrochenen Wildes das sog. "Curée" (in der Regel Rinderpansen) und die Reiter einen "Bruch" (möglichst der Art von Bäumen, wie sie am Halali-Platz vorkommen, normalerweise Eichenzweige, ab dem Hubertustag, am 3.November, Fichte) erhalten.

Am Schluss gibt es dann kein totes Wild und keine Verlierer. Egal ob Männlein oder Weiblein, ob arm oder reich. Jeder der eine gut jagende Meute gesehen und ihr Geläut (das charakteristische Gebell solange die Hunde auf der richtigen Fährte sind) gehört hat wird sich als Sieger fühlen, denn es ist immer ein einmaliges Erlebnis das Zusammenspiel von Hunden, Pferden und Menschen in der freien Natur zu beobachten.

Manche Veranstalter locken auch zahlreiche Zuschauer an, insbesondere wenn diese mit Traktoren oder Kutschen an die interessantesten Stellen gebracht werden und so die Schleppjagd gut verfolgen können.
ICH BINNE NICHT TOT
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