Matthias Eschbach - Der letzte seiner Art
Verfasst: 6. Jul 2004 22:22
In einem gottverlassenen Kaff in Irland lebt seit 12 Jahren Duane Fitzgerald ohne Freunde, ohne Feinde und unbehelligt in dem Haus, das er von seiner verstorbenen Tante geerbt hat.
Er hat allen Grund für seine Zurückhaltung, denn der sportlich aussehende, muskulöse Mann ist in Wirklichkeit ein Wrack.
Ein Überbleibsel eines Programms der amerikanischen Streitkräfte, die den Übersoldaten entwickeln wollten.
Weite Teile seines Körpers sind modifiziert, er hat eine Nuklearbatterie im Beckenboden und er wiegt 150 kg: Duane ist ein Cyborg.
Aber er ist deshalb nicht Supermann. Die besonderen Fähigkeiten, die ihm diese Manipulationen theoretisch verleihen, hat er nie im Einsatz beweisen können.
Glücklicherweise. Denn sie funktionieren nicht immer, nicht zuverlässig und unterliegen der Alterung.
Nach einer Katastrophe und dem Totalversagen des Systems bei einem Kameraden wurde das Programm gestoppt und die überlebenden 5 Cyborgs in den Ruhestand versetzt.
Nur mit viel Mühe hat Duane es erreicht, daß ihm das Leben im Ausland gestattet wurde.
Allerdings nur unter der Bedingung, daß er sich vollkommen ruhig verhält und nicht auffällt.
Doch genau diese Ruhe wird jetzt gestört. Zu seinem Entsetzen taucht ein Asiate auf, der ein altes Foto von ihm hat und überall nach ihm sucht.
Duane weiß genau: Wenn er das seinem Vorgesetzten pflichtgemäß meldet, ist keine zwei Stunden später ein Flugzeug da, das ihn für immer wegbringt.
Er schweigt.
Und ahnt noch nicht, welche Lawine er damit lostritt.
Ich mag keine deutschen Krimis.
Ich mag auch keine deutschen Thriller.
Irgendwie fehlt es denen in der Regel an der angelsächsischen Leichtigkeit, die Autoren verwechseln oft Tiefgang mit schwülstig-schwermütigen Heldenverwicklungen und krassen Schicksalen und am Ende waren es doch irgendwie die Neonazis.
Eschbach ist anders.
Ich habe von ihm letztes Jahr "Das Jesus Video" gelesen und war positiv überrascht.
Genau wie beim Letzten seiner Art.
Ein Deutscher schreibt aus der Perspektive eines Amerikaners, der in Irland lebt.
Und die Geschichte ist stimmig, spannend, ergreifend und tragisch.
Da kann ich nur gratulieren.
Und wenn es dann einem Autor auch noch gelingt, die Existenz eines Cyborgs einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen, nämlich im Grunde nur die Idee weiterzuspinnen, Microsoft dürfe nicht nur Office Programme bis zur völligen Disfunktionalität weiterentwickeln, sondern man hätte ein Unternehmen dieser Qualität quasi mit dem Erschaffen der Soft- und Hardware eines Übersoldaten beauftragt, dann kann eigentlich nur so etwas dabei herauskommen: "Der unerwartete Fehler 4009 ist aufgetreten. Schalten Sie den Combat Modus aus und starten Sie neu... "
8 von 10 Punkten und eine Empfehlung als Ferienlektüre.
Er hat allen Grund für seine Zurückhaltung, denn der sportlich aussehende, muskulöse Mann ist in Wirklichkeit ein Wrack.
Ein Überbleibsel eines Programms der amerikanischen Streitkräfte, die den Übersoldaten entwickeln wollten.
Weite Teile seines Körpers sind modifiziert, er hat eine Nuklearbatterie im Beckenboden und er wiegt 150 kg: Duane ist ein Cyborg.
Aber er ist deshalb nicht Supermann. Die besonderen Fähigkeiten, die ihm diese Manipulationen theoretisch verleihen, hat er nie im Einsatz beweisen können.
Glücklicherweise. Denn sie funktionieren nicht immer, nicht zuverlässig und unterliegen der Alterung.
Nach einer Katastrophe und dem Totalversagen des Systems bei einem Kameraden wurde das Programm gestoppt und die überlebenden 5 Cyborgs in den Ruhestand versetzt.
Nur mit viel Mühe hat Duane es erreicht, daß ihm das Leben im Ausland gestattet wurde.
Allerdings nur unter der Bedingung, daß er sich vollkommen ruhig verhält und nicht auffällt.
Doch genau diese Ruhe wird jetzt gestört. Zu seinem Entsetzen taucht ein Asiate auf, der ein altes Foto von ihm hat und überall nach ihm sucht.
Duane weiß genau: Wenn er das seinem Vorgesetzten pflichtgemäß meldet, ist keine zwei Stunden später ein Flugzeug da, das ihn für immer wegbringt.
Er schweigt.
Und ahnt noch nicht, welche Lawine er damit lostritt.
Ich mag keine deutschen Krimis.
Ich mag auch keine deutschen Thriller.
Irgendwie fehlt es denen in der Regel an der angelsächsischen Leichtigkeit, die Autoren verwechseln oft Tiefgang mit schwülstig-schwermütigen Heldenverwicklungen und krassen Schicksalen und am Ende waren es doch irgendwie die Neonazis.
Eschbach ist anders.
Ich habe von ihm letztes Jahr "Das Jesus Video" gelesen und war positiv überrascht.
Genau wie beim Letzten seiner Art.
Ein Deutscher schreibt aus der Perspektive eines Amerikaners, der in Irland lebt.
Und die Geschichte ist stimmig, spannend, ergreifend und tragisch.
Da kann ich nur gratulieren.
Und wenn es dann einem Autor auch noch gelingt, die Existenz eines Cyborgs einmal von einer ganz anderen Seite zu zeigen, nämlich im Grunde nur die Idee weiterzuspinnen, Microsoft dürfe nicht nur Office Programme bis zur völligen Disfunktionalität weiterentwickeln, sondern man hätte ein Unternehmen dieser Qualität quasi mit dem Erschaffen der Soft- und Hardware eines Übersoldaten beauftragt, dann kann eigentlich nur so etwas dabei herauskommen: "Der unerwartete Fehler 4009 ist aufgetreten. Schalten Sie den Combat Modus aus und starten Sie neu... "
8 von 10 Punkten und eine Empfehlung als Ferienlektüre.